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ARKTIS

Nordpol


 

POLARLICHTER


 

 

 

 

 

    

Nordlicht am Nachthimmel über einem Wald in Alaska.

Am winterlichen Himmel über der Arktistundra veranstalten Irrlichter ein faszinierendes Schauspiel.  Aber auch in gemässigteren Breiten erhellen sie  zuweilen das nächtliche Firmament. Manchmal sind sie in Nordkanada, in ganz Skandinavien, ja sogar in Norddeutschland sichtbar, doch die spektakulärsten Lichter erscheinen stets in Polnähe. Beliebter Ort zur Beobachtung dieses Naturphänomens ist die Insel Spitzbergen vor der nordnorwegischen Küste. Nordlichter sind in Schottland häufig zu bestaunen, vor allem im April.

Im Mittelalter deuteten europäische Chronisten die am Nachthimmel tanzenden Lichter als kämpfende Riesen oder sahen in ihnen flammende, vom Himmel geschleuderte Lanzen. Die Eskimos der Arktis sehen in diesem schimmernden Lichtzauber die Fackeln von Geistern, die die Toten ins Paradies geleiten.

Magische Schleier des Polarlichtes am Nachthimmel über einem nordnorwegischen Fischerdorf.

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Polarlichter lassen sich auch in Südpolnähe (Antarktis) beobachten, am schönsten in klaren Winternächten von Antarktika aus. In ihrer ganzen Pracht allerdings erscheinen sie nur in Nähe der Magnetpole.

Nord- und Südlicht (aurora borealis bzw. aurora australis) werden von der Sonne verursacht und finden weit über der Erde statt. Von Zeit zu Zeit ereignen sich Sonnenstürme oder solare Eruptionen, bei denen immense Energien freigesetzt werden, die Sonnenpartikel mit Lichtgeschwindigkeit durch den Raum schicken. Da diese Teilchen vom Magnetfeld der Erde abgelenkt werden, stossen sie in der Atmosphäre mit anderen Partikeln zusammen, denen sie ihre elektrische Ladung übertragen. Dadurch "strahlen" die Partikel und verursachen ihr "überirdisches" Leuchten. Die Vermessung eines Nordlichtes ergab eine Länge von fast 5000 Kilometern und eine Höhe von mehr als 1600 Kilometern.

Eine Aurora zu bestaunen, ist ein unvergleichliches Ereignis. Riesige Lichtbögen wabern oder zucken über den Himmel; ihr Farbspektrum reicht von Weissviolett bis zu Gelbgrün- und Orangetönen. Zeitweise spannen sie einen himmelweiten Vorhang. Allen wissenschaftlichen Erklärungen zum Trotz bleiben diese Lichter von einer mystischen Aura umgeben und zählen zu den gewaltigsten Naturschauspielen unserer Erde.  (182-8)

 

 

 

 

 
 
 

07. November 2005