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ASIEN

Myanmar


 

DAS IRRAWADDY-TAL


 

 

 

 

Mandalay - Die Hügel von Sagaing (123-196)

 

Die einzig funktionierende "Strasse" des Landes, gleichzeitig wasserspendende Lebensader ist der breite Strom des Irrawaddy. Er entspringt im südlichen Himalaya und durchquert Myanmar von Norden nach Süden, wo er in einem neunarmigen Delta in die Andamanensee mündet. Endlose, während der Regenzeit  unter Wasser stehende Reisfelder prägen die Deltalandschaft des zentralen Beckens in Nieder-Myanmar, doch auch die trockenen Savannen Ober-Myanmars bleiben dank ausgedehnter Bewässerungssysteme im Irrawaddy-Becken landwirtschaftlich nutzbar.

 

So ist das Tal des trägen Flusses, der eine Breite von über 10 Kilometern annehmen kann, der eigentliche Kernraum Myanmars. Pagoden säumen seinen Lauf und erzählen bei Pagan von alter buddhistischer Hochkultur. Mandalay-Hill grüsst den Fluss mit zahllosen Tempeln und Klöstern, die heute jene Kultur bewahren.

 

Ein Bambusboot auf dem Irrawaddy-Fluss (123-181)

 

Kleine Dörfer hängen mit ihren hölzernen Pfahlbauten über die Ufer in den Fluss hinein, an dem sich der Alltag der Menschen abspielt. Der Fluss ist Strasse und Treffpunkt, Waschstelle und Küche, Kindergarten und Wäscherei sowie Tränke und Suhlgrube für das Vieh.

 

Ruhig wie der Strom scheint das Leben, das er spendet. Die Stille, die mit grandiosen Sonnenuntergängen über das Wasser fällt, scheint Jahrtausende alt, und mit der Sonne versinkt aller Zeitbegriff. In diesen Augenblicken scheinen Buddhas Lehren von Meditation und friedfertigem Verzicht nahe. (1607-982)

 

Pagoden bei Pagan am Irrawaddy-Fluss (1607-982)

 

 

 

 

 

 

 
 

19. März 2007