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ASIEN

Myanmar


 

WURZELN BIS ZUM SANSKRIT


 

 

 

 

Beförderung von Gütern durch den dichten Dschungel mit Hilfe von Elefanten.
(123-35)

 

Dem Reisenden aus dem Ausland wird sich Myanmar kaum erschliessen. Sein Visum erlaubt kaum einen zweiwöchigen Aufenthalt, und er kommt auf der vorgeschriebenen Route von Rangun über Pagan nach Mandalay aus dem Becken des Irrawaddy nicht hinaus.

 

Dabei ist Myanmar der grösste Staat der südostasiatischen Halbinsel. Er erstreckt sich über rund 2000 Kilometer vom Himalaya im Norden bis weit auf die Halbinsel Malakka im Süden und gliedert sich in drei Grosslandschaften: das Westbirmanische Randgebirge, das Schan-Hochland im Osten und dazwischen das Becken des Irrawaddy. Doch Hochland und Gebirge sind kaum zugänglich, und nur wenige Strassen führen durch die dichten tropischen Wälder, die von den Milizen aufständiger Volksgruppenminderheiten beherrscht werden.  Und neben geographischer Unwegsamkeit und politischer Unwägbarkeit erschwert auch die Sprachbarriere den Weg durch das Land und den Zugang zu seinen freundlichen und hilfsbereiten Menschen. Englisch ist seit kolonialen Zeiten eher verpönt, und die birmanische Sprache mit über hundert Dialekten ist ein kompliziertes Konstrukt sino-tibetischer Herkunft mit Wurzeln bis ins Sanskrit, während die kaligraphisch sich rundende Schrift vom alten Pali der buddhistischen Mönche abstammt. (1607-982)

 

 

 

 

 

 
 

22. März 2007