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ASIEN

Myanmar


 

INDISCHE UND CHINESISCHE EINFLUESSE


 

 

 

 

Sagaing - The U Min Kyaukse Pagode

Auf den Hügeln der vielgliedrigen Täler im Westen des Irrawaddy-Tals stehen einige hundert Klöster und zahllose Tempel, Stupas und Hölen zum Gedenken an die Geschichte des Gautama Buddha.

 (123-197)

 

In Südostasien überlagern sich indische und chinesische Einflüsse. Myanmar ist ältestes Kulturland und gehört seit je zum indischen Einflussbereich. Es wurde vor allem durch die Kultur der indischen Gupta-Zeit (4./5. Jahrhundert) geprägt. Bereits um 200 v. Chr. war der Buddhismus von Indien her eingedrungen. Die ersten Könige sollen der Legende nach Buddhas Familie entstammen.

 

Myanmar wurde von Norden und Süden entlang der Flüsse besiedelt. In den ersten nachchristlichen Jahrhunderten entstanden fast gleichzeitig zwei indisierte Reiche, beide von mongolenstämmigen Völkern gegründet. Im Norden schufen die aus Zentralasien kommenden Pyu im nördlichen Irrawaddy-Delta ein blühendes Königreich. Es zerfiel Mitte des 9. Jahrhunderts nach dem Überfall der mongolischen Nan-chao und wurde von den Mon, die im südlichen Birma den Staat Pegu geschaffen hatten, erobert.

 

Im 9. und 10. Jahrhundert wanderte das Volk der Birmanen aus Tibet in das Land ein und eroberte sich eine starke Vormacht.

Alle Völker Birmas waren Buddhisten, und die Machtkämpfe unter ihnen waren oft auch als Glaubenskämpfe um die richtigere Auslegung der komplexen Lehre getarnt. Der König der Birmanen Anawratha, der 1044 den Thron seiner Hauptstadt Pagan bestieg, zerschlug die Herrschaft der Mon in Buddhas Namen. Dieser Sieg markiert das Aufblühen der Pagan-Dynastie, denn wenn die Birmanen die besseren Militärs waren, die mit dem Einsatz von Elefanten als "Kampfpanzer" das Land beherrschten, so waren die nach Pagan verschleppten Mon die grösseren Baumeister, deren Tempelanlagen und Pagoden den Ruhm des ersten birmanischen Reiches unsterblicher gemacht haben als seine Kriegsleistungen.

 

Die Nachfolger des grossen Anawratha erwiesen sich als schwächere Herrscher, und Pagans Macht zerbrach, als 1287 die Mongolen aus China Pagan zerstörten. Im 13. Jahrhundert drangen die Thai ein, und seit dem 14. Jahrhundert unterstanden Pagan und der grösste Teil des heutigen Myanmar thaistämmigen Schanfürsten... (1607-986)

 

 

 

 

 

 
 

09. Oktober 2007