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AUSTRALIEN


TJUKURPA - DIE TRAUMZEIT


Die Geschichte der Ureinwohner Australiens, der Aborigines, beginnt mit der Tjukurpa, der Traumzeit.

In dieser Traumzeit nahm das bis dahin ungeordnete Universum allmählich Gestalt an. Tjukurpa ist eine spirituelle Philosophie, eine religiöse Deutung der Landschaft, die sowohl die Vergangenheit als auch die Gegenwart berücksichtigt.

Während der Traumzeit war die Welt nach dem Glauben der Aborigines von Wesen bevölkert, die übernatürliche Kräfte besassen. Dazu gehörten die Yankunytjatjara oder der Stamm der Teppichschlangen und die Pitjantjatjara oder der Stamm der Hasenkänguruhs. In den Legenden der Ureinwohner ist die Geschichte dieser beiden Stämme mit dem Uluru eng verknüpft. Sie streiften durch das Land, und wo immer sie jagten, Früchte sammelten und Reste ihrer Mahlzeiten hinterliessen, formten sie die Landschaft. So entstanden Wassertümpel und Sümpfe, Felsklippen und Höhlen, und jeder dieser Orte wurde zur Geburtsstätte einer bestimmten Familie mit einer eigenen Sprache und Überlieferung. Zu der Zeit, als die Aborigines noch als Jäger und Sammler in der Wildnis lebten, entstanden auch die Traumpfade. Sie bildeten ein kompliziertes Netz, dessen Lage und Bedeutung von Generation zu Generation in Liedern, Gemälden und Tänzen überliefert wurde. Eines dieser Gemälde ist oben abgebildet. Es zeigt die Teppichschlange. (200)


07. November 2005