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  AUGENBLICKE


 

Manchmal passiert es, dass wir mitten im täglichen Tun und Treiben für einen Moment lang innehalten, weil wir plötzlich, und wie von einer unsichtbaren Hand berührt,  in einer kleinen, unscheinbaren Begebenheit eine Wahrheit entdecken, die uns tief bewegt.

 

 

Vielleicht beim Beobachten des Fluges eines Vogels oder durch ein liebevolles Wort, eine erste  Blume im Frühling, das Glitzern der Sonne auf dem Wasser, ein bestimmter Geruch, eine Melodie oder vielleicht auch durch ein Gedicht.

 

 

Es gibt so vieles, woran wir für einen Augenblick in einem Tagtraum erwachen können, der uns an unsere Sehnsucht, tiefsten Wünsche und Anliegen erinnert. Augenblicke, die wir nie mehr vergessen.

 

 

Unsere Träume, auch die, welche wir im Wachen träumen, sprechen zu uns und von uns. Sie zeigen uns, was für uns von Bedeutung ist.

 

 

Oft sind es Dinge, die wir schon fast vergessen haben, obwohl sie uns seit frühester Kindheit begleiten, uns mit Freude und Begeisterung erfüllen und eigentlich den Sinn unseres Lebens ausmachen.

 

 

Oft bleibt ein kurzer glücklicher Augenblick eines Tages länger in unserer Erinnerung, als der ganze Tag selber. Solche Momente sind wie Geschenke des Himmels, und genau an diesen lassen wir unsere Träume weiterranken und blühen, um die Freude die wir daran erlebten ein wenig zu verlängern.

 

 

Natürlich geschieht es ebenso, dass uns Ängste und Zweifel befallen und wir uns bedrückt, missmutig, wütend oder traurig fühlen. Auch dies mag seine guten Gründe haben und zwischendurch genauso heilsam sein, wenn es nicht zum Dauerzustand wird.

 

 

Wir müssen in solchen Zuständen aber nicht verharren. Es ist  immerhin gut zu wissen, dass wir es selber sind, die bestimmen, welchen Stimmungen und Gedanken wir uns hingeben wollen. Wenn wir das nicht vergessen, können wir uns ganz bewusst an gute Augenblicke erinnern oder neue entdecken, diese in uns wach rufen und zum Leben erwecken. Vorstellungen und Träume, die heilsam sind und wieder Erfrischung und Freude in unsere Seele bringen.

 

 

Es liegt im Augenblick unserer Entscheidung etwas Neues zu entdecken und zu erleben, etwas was wir noch nie getan haben, oder etwas, das wir schon lange einmal tun wollten...

 

 

 

 

 

 

 

   
   
   
   
   
   
   
   
   
   
   
   
   
   
   
   
   
   
   
   
   
   
 

12. Februar 2006