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  DEVACHAN


 

 

 

 

 

 

KLINGEN UND LEUCHTEN

 

Der Luftkreis ist durchdrungen von einem Sphärenklingen, von einer Musik, welche die alten Pythagoräer die Sphärenharmonie genannt haben. Derjenige, der diese Harmonie schon gehört hat, welche der Ausdruck der Harmonie des Kosmos ist, der hört sie überall, trotzdem sie übertönt ist von dem Geräusch des Alltagslebens. Dies ist in der Beschreibung des Hinduweisen als Zäune ausgedrückt.

 

Die devachanische Welt kann in drei höhere (Arupa-Reiche) und in drei niedere Reiche (Rupa-Reiche) eingeteilt werden. Die drei höheren Reiche klingen und leuchten in die drei unteren Reiche hinein. Zu allem was diesseits ist, sind die Urzustände im höheren Devachan vorhanden. Die drei Arupa-Reiche sind bewohnt von Wesenheiten erhabenster Art, die alle Vorgänge in den unteren Reichen lenken und leiten.

 

Auf die erste Stufe des höheren Devachan deutet auch Goethe hin an einer Stelle des Märchens von der grünen Schlange und der schönen Lilie. Sie können dort lesen: "Was ist herrlicher als das Licht? Das Gespräch." Das ist eines der tiefsten Worte, die Goethe gesprochen hat. Aus dem Lichtreich im Devachan entspringt das so genannte Gesprächsreich, jenes Reich, in dem nicht nur Licht, sondern Erkenntnisstrom als Licht dahinströmt, und durch diesen Strom sprechen die höheren Wesenheiten im Menschen die ewigen Wahrheiten aus, durch ihn tönt das Gespräch des Kosmos. Damit kommen wir zu dem höheren Reiche hinauf, in dem gleichsam die Worte gezeugt werden zu diesem Gespräch, in dem die Stimme ertönt, in der der Ursprung der Welt liegt, von dem die Menschen sprechen als von dem "Wort", aus dem die Welten hervorgegangen sind. Die erhabenen Wesen dieses Reiches werden sichtbar im Kleide des Erkenntnislichtes und verkündigen die Wahrheit denjenigen, die reif sind, sie zu hören. Moses ist ein solches Wesen im brennenden Dornbusch erschienen.

 

Steigen wir in noch höhere Regionen, da treffen wir Wesen, die nicht mehr sichtbar werden können, die aber zu dem Menschen sprechen können, wenn er reif dafür wird. Die ersten Lehrer christlicher Weisheit bezeichneten sie als Dynamis.  Das sind Wesen, die weithin strahlen als schaffende Kräfte...   (410-GA88-S96)

 

 

            

 

 

 

   
   
   
   
   
   
   
   
   
   
 

12. Februar 2006